Premio Europa per il Teatro Premio Europa per il Teatro Premio Europa per il Teatro Premio Europa per il Teatro
Biographie

Peter Stein kommt 1937 in Berlin zur Welt. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte wird er 1964 Assistent an den Münchener Kammerspielen und arbeitet dort bis 1967, dem Jahr seines Regiedebüts in Bremen mit Gerettet von Edward Bond. Es folgen weitere Produktionen in München, Berlin, Bremen und Zürich, bevor er 970 an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin sein eigenes Ensemble gründet, mit dem er bis 1985 Werke von Ibsen, Gorki, Labiche und Shakespeare, aber auch von Botho Strauss und Peter Handke inszeniert. Im Jahr 1976 debütiert er an der Opéra de Paris mit dem Rheingold, es folgen weitere Produktionen im Ausland, zum Beispiel an der Welsh National Opera, in bedeutenden Städten wie Chicago und Amsterdam, und 2009 mit Lulu in Lyon, Mailand und Wien. 1981 ist er mit der Orestie in Tournee, 1989 mit Titus Andronicus. Letztgenannte Produktion ist mit italienischen Schauspielern besetzt, wie auch die des Onkel Wanja, welche 1998 auf Tournee geht. Von 1992 bis 1997 leitet er das Schauspiel bei den Salzburger Festspielen, hierbei soll vor allem die Bearbeitung von Antonius und Cleopatra erwähnt werden. Zu den internationalen Produktionen gehören Kleists Penthesilea (2002) und Medea (2004) in Italien und Griechenland. Von seinen Beiträgen zum Edinburgh International Festival sei erinnert an Die Möwe im Jahr 2003, Blackbird von David Harrower (2005, auch in London) und Troilus und Cressida von 2006, das auch in Stratford Upon Avon ausgeführt wurde. Steins jüngste Theaterproduktionen sind Schillers Wallenstein und die Elektra von Sophokles aus dem Jahr 2007, Der zerbrochene Krug von Kleist von 2008, Dostojewskis Dämonen 2009 (eine internationale Tour mit italienischen Schauspielern) sowie Ödipus auf Kolonos von Sophokles 2010. Von den zahlreichen Preisen und Ehrungen seien nur einige erwähnt, wie der Schillerpreis der Stadt Mannheim, der Goethepreis der  Stadt Frankfurt am Main, die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland, die Medaille Kemal Atatürk, das italienische Ehrenkreuz und das der Stadt Salzburg, der Erasmuspreis Amsterdam, der Stanislawski Preis Moskau und zuletzt die Ernennung zum Ritter der Künste und Literatur (Chevalier des Arts et des Lettres) sowie zum Ritter der Ehrenlegion. Stein erhielt Ehrendoktorwürden der Universitäten von Edinburgh, Valenciennes, Salzburg, Rom und Jena.